Adoption, adoptieren

Wenn ein Kind nicht bei den leiblichen Eltern leben kann,
kann es eine Adoption geben.
Adoption heißt,
dass Menschen Eltern von einem Kind werden,
dass nicht ihr leibliches Kind ist.

Diese „neuen“ Eltern müssen beweisen,
dass sie gut für ein Kind sorgen können.

Nach einer Adoption
gibt es für Eltern und Kinder
die gleichen Rechte und Pflichten,
wie bei alle anderen Familien auch.

Aktions-Plan

Im Aktions-Plan steht,
was Österreich in den nächsten Jahren
für Menschen mit Behinderungen tun muss.

Dieser Plan soll auch dabei helfen,
dass Österreich die UN-Konvention
über die Rechte von Menschen mit Behinderungen einhält.

Amt

Ein Amt ist eine Einrichtung
des Staates oder eines Bundeslandes.
Ämter sind dafür zuständig,
dass bestimmte Aufgaben des Staates oder der Länder erledigt werden.
In einem Amt arbeiten Beamtinnen und Beamte.
Es gibt viele verschiedene Ämter.
Zum Beispiel das Sozial-Amt oder das Finanz-Amt.

Anwaltschaft

Eine Anwaltschaft ist eine Stelle,
wo gut ausgebildete Leute arbeiten,
damit die Rechte und Interessen
von bestimmten Personen beachtet werden.
Zum Beispiel kümmert sich
die Behinderten-Anwaltschaft
um die Rechte und Interessen
von Menschen mit Behinderung.

Barrierefreiheit, barrierefrei

Barrierefreiheit bedeutet,
dass jeder Mensch überallhin gelangen kann
und alles ohne Probleme nutzen kann.
Zum Beispiel können im barrierefreien Internet
alle Menschen gut zu Informationen kommen.
Oder ein Gebäude ist so gebaut,
dass Menschen im Rollstuhl
selbstständig hinein können.

Barrieren

Barrieren sind Hindernisse,
die es Menschen schwer machen, etwas zu tun.
Für Menschen mit Behinderung
gibt es viel mehr Barrieren,
als für Menschen ohne Behinderung.

Zum Beispiel:
Wenn eine Person im Rollstuhl sitzt,
sind Stufen eine Barriere,
weil die Person nicht selbstständig
in ein Gebäude kann.

Wenn eine Person mit Lernschwierigkeiten
nicht gut lesen kann,
ist ein schwieriger Text eine Barriere,
weil die Person nicht selbstständig
zu den Informationen in dem Text kommt.

Wenn eine Person gehörlos ist,
ist eine Tondurchsage eine Barriere,
weil die Person die Tondurchsage nicht hören kann.

Wenn eine Person blind ist,
ist ein Schild oder ein Text eine Barriere,
weil die Person das nicht sehen kann.

Begünstigte Behinderte

Begünstigte Behinderte sind Personen,
die nach dem Behinderten-Einstellungs-Gesetz
stark behindert sind.
Und zwar mindestens 50 Prozent.
Zum Beispiel:
Jemand sitzt im Rollstuhl, ist blind, gehörlos
oder schwer zuckerkrank.

Behörde

Eine Behörde ist ein großes Büro des Staates
Behörden sind dafür zuständig,
dass bestimmte Aufgaben des Staates
für die Bürger und Bürgerinnen erledigt werden.
Zum Beispiel stellt die Behörde einen Pass aus.
Oder sie kümmert sich darum,
dass öffentliche Gebäude barrierefrei gebaut werden.

Wahl-Behörden sind dafür zuständig,
dass Wahlen oder Volks-Abstimmungen
richtig durchgeführt werden.

BMASGK

BMASGK ist eine Abkürzung.
Diese Abkürzung steht für
„Bundesministerium für Arbeit,
Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz“.

Ein Ministerium ist ein großes Büro
für einen Teil der Bundes-Regierung.
Das Ministerium ist dafür zuständig,
dass bestimmte Aufgaben
für die Bürgerinnen und Bürger erledigt werden.

Es gibt verschiedene Ministerien:
Zum Beispiel das Sozial-Ministerium,
das Finanz-Ministerium oder das Wirtschafts-Ministerium.

Brailleschrift

Braille ist ein französisches Wort.
Man spricht es so aus: Brail.
Die Brailleschrift kann man
mit den Fingern tasten,
weil kleine Erhebungen ins Papier gedruckt werden.
Blinde oder sehbehinderte Menschen,
die diese Schrift gelernt haben,
können so mit ihren Fingern lesen.

Bund

Österreich ist eine Bundes-Republik.
Das heißt: Es gibt 9 Bundes-Länder,
die zusammen den Staat Österreich bilden.
Jedes Bundes-Land hat eine eigene Landes-Regierung.
Einige Dinge regeln die Bundes-Länder selber.
Aber viel mehr Dinge gelten für ganz Österreich.
Deshalb gibt es auch eine gemeinsame Ebene:
Diese gemeinsame Ebene
nennt man auch „Bund“.

Der Bund regelt die Aufgaben,
die für ganz Österreich gelten.
Zum Beispiel die Außenpolitik.
Dabei geht es um die Beziehungen
zwischen Österreich und anderen Ländern.
Oder Angelegenheiten, die das Bundesheer
oder den Zivildienst betreffen.

Bundes-Behinderten-Beirat

Im Bundes-Behinderten-Gesetz steht,
dass es einen Bundes-Behinderten-Beirat geben muss.

Der Bundes-Behinderten-Beirat berät das BMASGK
bei allen Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen.

Der Bundesminister oder die Bundesministerin
muss den Bundes-Behinderten-Beirat in allen wichtigen Fragen anhören.

Bundesländer

Österreich besteht aus 9 Bundesländern:
Wien, Niederösterreich, Oberösterreich,
Salzburg, Steiermark, Burgenland,
Kärnten, Tirol, Vorarlberg.

Alle Bundesländer zusammen
bilden den Staat Österreich.
Jedes Bundesland hat eine eigene Landesregierung
und auch eigene Behörden.
Teilweise gibt es auch
eigene Gesetze und Regelungen.

Bundesminister, Bundesministerin

Bundesminister und Bundesministerinnen
leiten die verschiedenen Ministerien.
Ein Ministerium ist ein großes Büro
für einen Teil der Bundes-Regierung.
Das Ministerium ist dafür zuständig,
dass bestimmte Aufgaben
für die Bürger und Bürgerinnen erledigt werden.

Diskriminierung, diskriminieren

Diskriminierung heißt,
dass jemand benachteiligt wird,
weil er oder sie eine bestimmte Eigenschaft hat.
Zum Beispiel Frauen, Flüchtlinge
oder Menschen mit Behinderungen.

Diversity

Diversity ist ein englisches Wort.
Man spricht es so aus:
Divörsiti
Auf Deutsch heißt es Vielfalt.

EU

EU ist die Abkürzung für „Europäische Union“.
Union bedeutet Vereinigung.
In der EU haben sich viele europäische Länder verpflichtet,
eng zusammenzuarbeiten.
Jede EU-Bürgerin und jeder EU-Bürger
kann innerhalb der EU wohnen, wo sie oder er will.
Zum Beispiel kann eine Person aus Deutschland
jederzeit nach Österreich ziehen.

Gebärden-Sprache

Die Gebärden-Sprache
ist die Muttersprache von gehörlosen Menschen.
Bei der Gebärden-Sprache macht man Zeichen
für ein Wort, einen Begriff oder einen Buchstaben.

Diese Zeichen heißen Gebärden.
Gebärden macht man meistens mit der Hand.

Gender

Gender ist ein englisches Wort.
Man spricht es so aus:
Tschender.
Es gibt kein deutsches Wort dafür.
Das Wort Gender
verwenden wir für das
soziale Geschlecht.
Nicht für das biologische Geschlecht.
Das biologische Geschlecht ist zum Beispiel
Penis oder Scheide.
Das soziale Geschlecht
habe ich anerzogen bekommen.
Zum Beispiel
wurde ich als Mädchen erzogen.
Oder als Junge.

Gericht

Das Gericht ist ein Stelle,
die darüber entscheidet,
ob jemand ein Gesetz gebrochen hat oder nicht.
Eine Richterin oder ein Richter
entscheidet das.
Die Richterin oder der Richter
hat die Gesetze studiert
und kennt sich sehr gut damit aus.

Wenn die Richterin oder der Richter entscheidet,
dass jemand ein Gesetz gebrochen hat,
wird diese Person bestraft.
Die Strafe kann zum Beispiel eine Geldstrafe sein.
Wenn jemand ein schweres Verbrechen begangen hat,
kann es sein, dass diese Person ins Gefängnis muss.

Ein Gericht entscheidet aber auch,
wenn zum Beispiel jemand etwas nicht bekommt,
dass ihm zusteht.
Wenn zum Beispiel ein Mensch mit Behinderung
wegen der Behinderung eine Arbeitsstelle nicht bekommen hat,
kann er zum Gericht gehen.
Das Gericht entscheidet dann,
ob das eine Diskriminierung war oder nicht.

Geschäftsordnung

Eine Geschäftsordnung ist eine
Zusammenfassung aller Regeln,
nach denen eine bestimmte Gruppe
von Menschen zusammenarbeitet.

Gesetz, gesetzlich

In einem Gesetz stehen Regeln,
die für alle Bürgerinnen und Bürger eines Landes gelten.
Manchmal werden auch Gesetze
für bestimmte Gruppen
von Bürgern und Bürgerinnen gemacht.

Zum Beispiel gibt es Gesetze,
die sicher stellen,
dass Menschen mit Behinderung
nicht schlechter behandelt werden
als andere Menschen.

Wenn man die Gesetze nicht befolgt,
kann man bestraft werden.

Inklusion

Inklusion heißt einbeziehen.
Damit ist gemeint,
dass Menschen mit Behinderungen
alle Lebensbereiche mit gestalten können.

Menschen mit Behinderungen müssen
genauso in der Gesellschaft leben können,
wie Menschen ohne Behinderungen.

Alle Menschen in unserer Gesellschaft
müssen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben.

Interessen-Vertretung

Eine Interessen-Vertretung arbeitet dafür,
dass die Wünsche und Bedürfnisse
von bestimmten Menschen beachtet werden.

Konvention

Das ist ein Vertrag,
bei dem sich viele verschiedene Länder
auf eine gemeinsame Sache einigen.

Maßnahmen-Vollzug

Manche Menschen mit psychosozialen Behinderungen
verstehen nicht, was richtig oder falsch ist.
Diese Menschen begehen manchmal Straftaten
und sehen nicht ein,
dass sie etwas falsch gemacht haben.
Diese Menschen kommen in ein eigenes Gefängnis
in dem nur Menschen psychosozialen Behinderungen sind.
Das nennt man Maßnahmen-Vollzug.

Menschenrechte

Menschenrechte sind Bestimmungen,
die für alle Menschen
auf der ganzen Welt gelten sollen.
Damit sollen die Würde und die Rechte der Menschen
bewahrt bleiben.

Die Würde eines Menschen wird zum Beispiel verletzt,
wenn er gefoltert wird.
Oder wenn er nicht genug zu essen hat.
Oder wenn er keine medizinische Versorgung bekommt.

Zum Beispiel steht in den Menschenrechten:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde
und Rechten geboren.“

Ministerium

Ein Ministerium ist ein großes Büro des Staates.
Das Ministerium ist dafür zuständig,
dass bestimmte Aufgaben
für die Bürger und Bürgerinnen erledigt werden.
Zum Beispiel das Sozial-Ministerium,
das Finanz-Ministerium oder das Wirtschafts-Ministerium.
Bundesminister und Bundesministerinnen
leiten die verschiedenen Ministerien.

Monitoring-Ausschuss

Monitoring bedeutet „überwachen“.
Ein Ausschuss ist eine Gruppe von Menschen,
die sich mit einem bestimmten Thema gut auskennen
und gemeinsam daran arbeiten.

Ein Monitoring-Ausschuss
ist also eine Gruppe von Menschen,
die etwas überwachen.

Dieser Monitoring-Ausschuss überwacht,
dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen
in Österreich eingehalten werden.

Nationaler Aktionsplan, NAP

Die österreichische Regierung hat einen Plan gemacht.
In diesem Plan steht,
was in den Jahren 2012 bis 2020
für Menschen mit Behinderungen getan werden muss.

Dieser Plan soll auch dabei helfen,
dass die UNO-Konvention
über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
in Österreich eingehalten wird.

Dieser Plan heißt Nationaler Aktionsplan.
Die Abkürzung ist NAP.

ÖAR

ÖAR ist eine Abkürzung für
„Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation“.
Das ist in Österreich die Vertretung
der Menschen mit Behinderungen.
Sie arbeitet in allen wichtigen Arbeitsgruppen
für Menschen mit Behinderungen mit.
Diese Vertretung spricht für die meisten
Behindertenverbände in Österreich.

Die ÖAR heißt jetzt Österreichischer Behinderten-Rat.

Österreichischer Behinderten-Rat

Der Österreichische Behindertenrat ist ein
Zusammenschluss von 80 Organisationen.
Die Organisationen arbeiten für Menschen mit Behinderungen.
Er setzt sich für die Rechte
von Menschen mit Behinderungen ein.

Parlament

Das österreichische Parlament
besteht aus zwei Organisationen:
dem Nationalrat und dem Bundesrat.

Der Nationalrat macht die Gesetze,
die für ganz Österreich gelten.
Diese Gesetze heißen Bundes-Gesetze.

Im Bundesrat sitzen Vertreterinnen und Vertreter
aus allen österreichischen Bundesländern.
Der Bundesrat darf allein keine Gesetze machen,
aber Gesetze ablehnen oder aufschieben.

Partizipation

Partizipation bedeutet Mitwirkung an etwas.
Partizipation ist nur möglich,
wenn Menschen auf Entscheidungen
Einfluss nehmen können.
Ihre eigene Meinung muss ernst genommen werden
und Einfluss auf Entscheidungen haben.

Peer-Beratung

Peer spricht man so aus: Pier.
Peer ist ein englisches Wort und bedeutet:
der Gleich-Gestellte oder die Gleich-Gestellte.
Peer-Beratung ist Beratung durch Menschen
mit denselben Merkmalen.

Peer-Berater oder Peer-Beraterinnen
sind zum Beispiel Menschen mit Behinderungen,
die andere Menschen mit Behinderungen beraten.

Persönliche Assistenz

Assistenz bedeutet Unterstützung oder Hilfe.
Persönliche Assistenten und Assistentinnen
helfen Menschen mit Behinderungen,
wenn sie im Alltags-Leben etwas brauchen.

Zum Beispiel unterstützen sie Menschen
beim Einkaufen, beim Lernen,
oder bei Gesprächen mit der Bank,
wenn es um Geld geht.

Persönliche Assistenten und Assistentinnen
unterstützen nur dann,
wenn der Mensch mit Behinderungen das will.

Persönliches Budget

Das spricht man so: Persönliches Büdschee.
Das ist Geld.
Dieses Geld bekommen Menschen mit Behinderungen.
Mit diesem Geld bezahlen sie
selbst ihre Unterstützung.

Das ist wichtig beim Persönlichen Budget:
Menschen mit Behinderungen suchen sich selbst aus,
welche Unterstützung sie wollen.

Politik, Politikerinnen und Politiker

Politik nennt man Gespräche und
Entscheidungen über das
Zusammenleben der Menschen.
Die Politik entscheidet über
Regeln für das Zusammenleben der Menschen.
Politikerinnen und Politiker
vertreten dabei die Bürgerinnen und Bürger.
Sie werden von der Bevölkerung gewählt und
sollen Lösungen für Probleme finden.

Psychische Beeinträchtigung

Bei einer psychischen Beeinträchtigung
haben Personen Probleme mit ihren Gefühlen.
Diese Personen sind zum Beispiel
oft sehr traurig oder haben oft große Angst.

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
erleben Situationen anders
und verhalten sich oft anders
als Menschen ohne psychische Beeinträchtigung.
Zum Beispiel fühlen, denken und handeln
Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
oft anders als Menschen ohne psychische Beeinträchtigung.

Wir benutzen das Wort psycho-soziale Behinderung.

Psychosoziale Behinderungen

Bei einer psychosozialen Behinderung
haben Personen Probleme mit ihren Gefühlen.
Diese Personen sind zum Beispiel
oft sehr traurig oder haben oft große Angst.

Menschen mit psychosozialen Behinderungen
erleben Situationen anders
und verhalten sich oft anders
als Menschen ohne psychosozialen Behinderungen.
Zum Beispiel fühlen, denken und handeln
Menschen mit psychosozialen Behinderungen
oft anders als Menschen ohne psychosozialen Behinderungen.

Sachwalter, Sachwalterinnen, gerichtliche Erwachsenen-Vertretung

Gerichtliche Erwachsenen-Vertreter und
gerichtliche Erwachsenen-Vertreterinnen sind Personen,
die Menschen mit Behinderungen
bei bestimmten Dingen unterstützen sollen.
Zum Beispiel bei Geld-Angelegenheiten
oder bei Erledigungen auf einer Behörde.

Früher haben diese Personen
„Sachwalter“ und „Sachwalterinnen“ geheißen.

Aber gerichtliche Erwachsenen-Vertreter und
gerichtliche Erwachsenen-Vertreterinnen
dürfen sich nicht in alle Dinge
im Leben dieser Person einmischen.

Ein Mensch darf Entscheidungen immer selbst treffen,
wenn das für ihn möglich ist.

Selbst-Vertretung

Eine Selbst-Vertretung vertritt die Interessen
von Menschen mit Behinderungen.
Die Selbst-Vertreterinnen und Selbst-Vertreter
sind selbst Menschen mit Behinderungen.
Sie sagen, was Menschen mit Behinderungen
brauchen oder möchten.
Sie lernen,
welche Rechte und Pflichten
Menschen mit Behinderungen haben.
Sie sagen die Rechte und Pflichten weiter.
Sie können mitbestimmen,
wenn es um die Rechte von
Menschen mit Behinderungen geht.

Sexuelle Orientierung

Wenn ein Mensch einen anderen Menschen
für eine sexuelle Beziehung sucht,
hat er Interesse für ein bestimmtes Geschlecht.
Das heißt sexuelle Orientierung.

Die sexuelle Orientierung kann unterschiedlich sein.
Deshalb gibt es verschiedene Namen:

Heterosexuell bedeutet,
dass ein Mensch einen Menschen
des anderen Geschlechts interessant findet.
Für Frauen sind Männer interessant
und für Männer sind Frauen interessant.

Homosexuell bedeutet,
dass für einen Menschen
das gleiche Geschlecht interessant ist,
das dieser Mensch selber hat.

Bisexuell bedeutet,
dass für einen Menschen
beide Geschlechter interessant sind.
Für Frauen sind Frauen und Männer interessant.
Für Männer sind Frauen und Männer interessant.

Sinnes-Behinderungen

Sinnes-Behinderungen sind Behinderungen
die die 5 menschlichen Sinne betreffen.
Die menschlichen Sinne sind• Hören,

• Sehen,
• Tasten,
• Riechen,
• Schmecken.

Sinnes-Behinderungen sind zum Beispiel
Seh-Behinderungen oder Hör-Behinderungen.

Soziales Modell

Das soziale Modell sagt:
das größte Problem
von Menschen mit Behinderungen ist,
dass sie von vielen anderen Menschen behindert werden.
Die Meinung und das Verhalten dieser Menschen
behindert sie am meisten.

Das muss sich ändern.
Es muss normal werden,
das Menschen mit Behinderungen
die gleichen Möglichkeiten haben,
wie alle anderen Menschen.

Staatenbericht

In der UNO-Konvention steht,
dass jedes Land Berichte schreiben muss.
Diese Berichte heißen Staatenberichte.
Österreich hat auch so einen
Staatenbericht schreiben müssen.
In dem Staatenbericht steht,
welche Maßnahmen es in Österreich gibt,
damit die Rechte und Freiheiten
von Menschen mit Behinderungen
überall eingehalten werden.

Sterilisation, sterilisieren

Sterilisation ist eine Operation,
die ein Arzt oder eine Ärztin
bei einer Frau oder einem Mann macht.

Wenn bei einer Frau
eine Sterilisation gemacht wird,
kann sie keine Kinder mehr bekommen.
Wenn bei einem Mann
eine Sterilisation gemacht wird,
kann er keine Kinder mehr zeugen.

Einige Menschen lassen freiwillig
eine Sterilisation machen,
wenn sie keine Kinder mehr haben wollen.

Aber Menschen mit Behinderungen
werden oft gegen ihren Willen sterilisiert.
Das nennt man Zwangs-Sterilisation.

Tagesstrukturen

Tagesstrukturen sind Einrichtungen,
in denen Menschen mit Behinderungen
regelmäßig tagsüber beschäftigt werden.
Sie bekommen dort ein Taschengeld.
In manchen Einrichtungen
bekommen Menschen mit Behinderungen
auch Unterstützung bei der Arbeits-Suche.

Es gibt verschiedene Tagesstrukturen.
Zum Beispiel:

  • „Beschäftigungs-Therapie“
  • Werkstätten
  • „Fähigkeitsorientierte Aktivität“.
    Das bedeutet, dass überprüft wird,
    was ein Mensch mit Behinderung
    besonders gut kann und man ihn dabei unterstützt.

UN

Die UN sind ein Zusammenschluss
von fast allen Ländern der Welt.
Die UN heißen auch „Vereinte Nationen“.
„Nation“ ist ein anderer Name für „Land“.

Die UN sind zum Beispiel dafür da,
dass alle Länder die Menschenrechte einhalten.

UN-Konvention

Die UNO ist ein Zusammenschluss
von fast allen Ländern der Welt.
Die UNO arbeitet zum Beispiel dafür,
dass überall auf der Welt
die Rechte der Menschen eingehalten werden.
Oder dass die Menschen Schutz bekommen,
wenn irgendwo Krieg ist.

Eine Konvention ist ein Vertrag.
Dabei einigen sich viele verschiedene Länder
auf eine gemeinsame Sache.

Die UNO hat so einen Vertrag
für Menschen mit Behinderungen gemacht.
Dort stehen die Rechte der Menschen mit Behinderungen
auf der ganzen Welt.

Dieser Vertrag heißt:
UN-Konvention über die Rechte
von Menschen mit Behinderungen.